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Die
gesetzlichen Mindestanforderungen für die Reinigung von Getränkeanlagen
sind in der Betriebssicherheitsverordnung festgelegt. Grundsätzlich ist
hier eine Reinigung „nach Bedarf“ vorgeschrieben. Der „Bedarf“
richtet sich nach Ausstoß, Biersorte, Schankpausen und der Art der
Anlage. Unter Zugrundelegung dieser Faktoren ist die übliche 14-tätige
Reinigung der Leitungen in den wenigsten Fällen als ausreichend
anzusehen. In der Folge werden Hinweise zu möglichen Arten der
Reinigung sowie ihrer Häufigkeit gegeben.
Dort wo Teile
der Schankanlage abwechselnd mit Bier und mit Luft in Berührung kommen,
können Keime wachsen, die überall in der Umgebungsluft vorkommen. Es
ist daher erforderlich, diese Bereiche der Schankanlage (insbesondere
Zapfhahn, Tropfschale) durch tägliche Reinigung sauber zu halten. Es
ist nicht möglich, die Schankanlage keimfrei zu betrieben. Durch regelmäßige,
gründliche Reinigung kann aber verhindert werden, dass die Keime sich
vermehren und somit die Produktqualität (Geruch und Geschmack) beeinträchtigt
und zu Trübungen führen. Eine verkeimte Bierleitung kann das
angeschlossene Fass kontaminieren, welches die Brauerei original
verschlossen, biologisch einwandfrei verlassen hat. Natürlich muss die
Umgebung der Schankanlage ebenfalls sauber gehalten werden.
Methoden zur Leitungsreinigung
In der Bierleitung bilden sich Ablagerungen
durch Ausfällung von Mineralstoffen, Hopfenharzen und Eiweißstoffen
aus dem Bier („Bierstein“). Diese Ablagerungen bilden einen Belag
auf allen mit Bier in Berührung kommenden Oberflächen der Schankanlage
(Schläuche, Zapfhähne, Zapfköpfe). Unter der Lupe sehen diese Beläge
aus wie Sandpapier und werden auf Dauer auch so hart. Diese Beläge sind
Brutstätte für Mikroorganismen, wenn sie nicht regelmäßig entfernt
werden.
Die
mineralischen Ablagerungen können nur mit sauren Reinigungsmitteln
entfernt werden, wohingegen die Hopfenharze mit alkalischen Mitteln gelöst
und entfernt werden. Mit mechanischen Mitteln (s.u.) ist beiden
Komponenten der Beläge zum Teil beizukommen.
Mechanische Reinigung
Im
Leitungsteil werden Schwammbällchen mit kaltem Wasser in wechselnder
Strömungsrichtung durch die Leitung gedrückt. Hierbei ist von
Bedeutung, dass die Leitung im Durchmesser gleichmäßig ist und keine
störenden Einbauten aufweist.
Bei häufiger
Anwendung werden die in der Bierleitung entstehenden Beläge durch
mechanische Reibung weitgehend beseitigt. Die mechanische Reinigung kann
zwar Keime aus der Leitung austragen, Ihr Wachstum wird jedoch nicht
gehemmt. Deswegen ist in gewissen Zeitabständen auch eine chemische
Reinigung vonnöten.
Bällchen müssen
so aufbewahrt werden, dass sie vor Verschmutzung geschützt sind. Die
TRSK schreiben vor, dass die Reinigungsbälle nur einmal gebraucht
werden, da im Inneren des feuchten Schwammes Mikroorganismen wachsen können.
Verwenden
Sie zur Reinigung ausschließlich nur leichte Reinigungsmittel und ein
feuchtes Tuch.
Zur
Reinigung der Wasserkühlschlange und der wasserführenden Komponenten
nur zugelassene Reinigungsmittel für Schankanlagen verwenden.
Reinigung der Zapfköpfe und Zapfhähne
Optimal
ist die täglich Spülung der Auslauftülle mit Wasser oder besser mit
einem Desinfektionsmittel. Besonders ist auf die Sauberkeit der
Entlüftungsbohrung zu achten.
Mindestens
einmal die Woche sollte der Zapfhahn komplett gereinigt werden. Die
Hähne sollten dazu vollständig zerlegt und mit geeignetem
Reinigungsmittel und Bürsten gründlich gesäubert werden. |